BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Neumarkt

Stadt plant weiteren Kreisverkehr in der Nürnberger Straße

Typisch Neumarkt: Radfahrer wieder vergessen!

13.08.26 –

An der Zufahrt zum Ostendorfer Gymnasium soll kräftig gebaut werden. Wer mit dem Rad fährt, zieht dabei den Kürzeren. Kurz vor der Sommerpause hat der Neumarkter Stadtradt gegen die Stimmen der Grünen beschlossen, die Dr.-Grundler-Straße auszubauen. Dort will die Firma Bögl ein Ärztehaus und ein Parkhaus errichten. Die bisher kleine Straße dient auch als Zufahrt zum Ostendorfer Gymnasium und zur Flussmeisterstelle des Wasserwirtschaftsamts. An der Einbiegung zur Nürnberger Straße soll dann ein Kreisverkehr errichtet werden.

Die Grünen kritisieren nicht die Bauprojekte an sich, sondern die erneute Priorität für den Autoverkehr. Gerade an der Zufahrt zur Schule muss man aber zuerst an die Radfahrenden denken. Auf beiden Seiten der Dr.-Grundler-Straße will die Stadtverwaltung Längsparken erlauben. Gut für die Elterntaxis, die ihre Kinder bis vors Schultor fahren wollen. Schlecht für die Schülerinnen und Schüler, die mit dem Rad zur Schule fahren, denn am Rand parkende Autos sind eine lauernde Gefahr - öffnet sich eine Tür, kann kein Radler mehr ausweichen. Bei diesen so genannten "Dooring-Unfällen" werden Radfahrende immer wieder schwer verletzt.

Wenn also schon ein Parkhaus geplant wird, dann sollte man das Längsparken an der Straße streichen und stattdessen einen ausreichend großen Radweg für die Schülerinnen und Schüler planen. Radweg hat Vorrang vor Elterntaxi!

Neben der Zufahrt zum Ostendorfer kritisieren wir Grünen auch die Wegführung auf dem Radweg entlang des Leitgrabens. Auf diesem Weg kommen Radler aus Richtung Nürnberger Straße und von beiden Seiten des Kanals. Zur Weiterfahrt in die Innenstadt müssen sie sich an der Kreuzung Dr.-Grundler-Straße in den Verkehr auf der Nürnberger Straße einfädeln. Der neue Kreisverkehr und der enorm zunehmende Autoverkehr in die und aus der Dr.-Grundler-Straße machen das zu einem echten Risiko-Hotspot für Radler.

Umgekehrt wird es dann richtig kniffelig: Vom Ostendorfer oder vom Gesundheitsamt kommend soll es dann keine legale Möglichkeit mehr geben, hier Richtung Kanalhafen abzubiegen. Da sind Unfälle vorprogrammiert.

Eigentlich will die Stadt den Radverkehr fördern, hat sich sogar als "fahrradfreundliche Kommune" zertifizieren lassen. Aber wenn es um die Verkehrsplanung geht, dann fließt offenbar immer noch Benzin in den Adern der städtischen Planer.

Verkehrsplanung der Zukunft muss bei den Menschen beginnen, nicht bei den Autos. Die Sicherheit von Fußgängern, RollstuhlfahrerInnen und Radfahrenden muss in der Innenstadt Vorrang haben vor dem Komfort für die Autofahrer.

Lesen Sie dazu den Brief der grünen Stadtratsfraktion an Oberbürgermeister Ochsenkühn.

 

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