
17.06.26 –
Soviel ist klar: Mäh-Roboter haben nachts auf unseren Rasenflächen nichts zu suchen! Die automatischen Rasenmäher sind eine Gefahr für Igel, die des Nachts in unseren Gärten nach Nahrung suchen.
Igel fliehen nicht, wenn sie Gefahr bemerken - sie "igeln" sich ein und stellen ihr Stachelfell auf. So werden sie immer wieder zu Opfern der Klingen von Mährobotern. Die freiwilligen Igel-Auffangstationen im Landkreis berichten von schlimmen Verletzungen. Bürger sammeln verletzte Igel und bringen sie zu einer der Ehrenamtlichen, die sich um die Verletzungen kümmern und versuchen, die Tiere durchzubringen. Häufig ohne Erfolg.
Verletzungen durch Mäh-Roboter sind Tierquälerei an den Igeln. Dabei ließe sich das Problem ganz einfach lösen: Die Besitzer müssen ihren Mäh-Roboter nur so einstellen, dass er zwischen Einbruch der Dämmerung am Abend und vollem Tagesanbruch am Morgen in ihrer Station bleiben. Rasenmähen geht ohne Weiteres auch bei Tageslicht.
Eigentlich müsste das doch Ehrensache für alle Gartenbesitzer sein: Mein Roboter massakriert keine Igel!
Vielleicht wissen viele Hobbygärtner aber nichts vom nächtlichen Unwesen ihrer elektrischen Gartenhelfer. Am mangelnden Willen kann es sicher nicht liegen.
Darum machen wir Grünen uns stark für den Schutz der Igel und fordern alle Besitzer von Mäh-Robotern auf, diese Geräte nachts auf Pause zu stellen. Das lässt sich in den Einstellungen des Gerätes leicht einrichten.
Das Landratsamt diskutiert derzeit, ob es ein Verbot für Mäh-Roboter in der Dunkelheit erlassen soll, wie es schon viele bayerische Gemeinden haben. Wir Grünen unterstützen diese Initiative.
Was meinen Sie - sollen die Kommunen die Mähroboter in der Nacht verbieten oder genügt eine verstärte Aufklärung durch Gemeinde und Landkreis?
(Bild von timoostrich auf Pixabay)
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